Wenn alles gemacht wird – aber nichts mehr geschieht

Warum Projekte stillstehen, obwohl alle beschäftigt wirken – und was dann hilft.

To-do-Listen werden abgehakt. Meetings finden statt. Aufgaben werden erledigt.
Und trotzdem bewegt sich nichts.

Was nach Routine klingt, ist in Wirklichkeit ein Warnsignal:
Das Projekt lebt nicht mehr – es funktioniert nur noch.

Ich erlebe solche Situationen regelmässig.
Auf dem Papier ist alles im Plan.
Aber das Feuer ist weg.
Die Beteiligten wirken angespannt, müde oder mechanisch.

Das Vertrauen ist leise verschwunden – oft, ohne dass es jemand bemerkt hat.

Ein Moment aus meiner Praxis

Ich erinnere mich an Projekte, die plötzlich an Fahrt verloren. Die Aufgaben wurden erledigt – pflichtbewusst, termingerecht.
Aber die Energie war raus.

Es war spürbar: Es ging nicht mehr um Wirkung, sondern nur noch ums Reagieren.

Statt Vertrauen herrschte ein Klima aus Kontrolle und Rechtfertigung.
Kein offener Konflikt, kein sichtbarer Bruch – aber eine Unsicherheit, die alles lähmte.

Oft waren es genau diese Projekte, die in Endlosschlaufen gerieten – über Monate, manchmal Jahre.
Es wurde iteriert, optimiert, geplant – aber das eigentliche Problem blieb unangetastet:
Niemand traute sich mehr, den Elefanten im Raum zu benennen.

Was dann hilft – und was nicht

❌ Nicht hilfreich:

  • Noch ein Steering Committee.

  • Noch ein Reporting-Template.

  • Noch ein Re-Alignment-Workshop.

✅ Hilfreich:

  • Pragmatismus, der erkennt, was jetzt wirklich zählt – und was nicht.

  • Skalierbare Lösungen, die sich an der Realität orientieren, nicht an der Theorie.

  • Klarheit, die nicht schönredet, sondern benennt.

  • Führung, die Unsicherheiten nicht wegmanagt, sondern aushält.

Es ist oft nicht das Projekt, das in der Sackgasse steckt – sondern die Kommunikation darüber.
— Sarina Keller


Wie ich unterstütze

Ich werde oft dann geholt, wenn ein Projekt sichtbar ins Stocken gerät – oder schlimmer: wenn es nicht sichtbar stockt, aber innerlich längst stagniert.

Ich bringe Klarheit dorthin, wo Dynamik sich in Formalitäten verliert.
Ich übersetze Steuerung in echte Verantwortung.
Und ich gestalte Räume, in denen wieder das ausgesprochen wird, was lange nur gedacht wurde – ohne Gesichtsverlust, ohne Show.

Denn Bewegung entsteht nicht durch Hektik.
Sondern durch echte Verbindung.

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